Wanderungen 2016

CFC Germania 03 Köthen / Anhalt

Abt. Leichtathletik / Breitensport

Wanderungen 2016

Die Wanderfreunde unserer Abteilung planen auch 2016 wieder interessante Touren in der näheren Umgebung oder im beliebtem Mittelgebirge in Sachsen-Anhalt - dem HARZ.

 

< Einzelheiten folgen auf dieser Seite >

 

 

 

Interessierte Wanderfreunde sind recht herzlich eingeladen.

Wanderungen der Vorjahre

Wanderung durch das Selketal am 05.11.2016

Quelle: Wandern im Harz

„Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“

(Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749 – 1832)

 

Zweifellos gehört das Selketal zu den besonders zu empfehlenden Ausflugszielen des Harzes. Und so haben die Wanderfreunde der Abteilung Lauf- und Breitensport den vergangenen Samstag genutzt, um dies selbst zu erfahren.

 

Unsere Wanderung begann in MÄGDESPRUNG. Die Ortslage MÄGDESPRUNG ist geprägt durch die Lage an der Selke und die "Eisenhütte unterm Mägdesprung". Wir besichtigten das Hüttenmuseum Carlswerk und erfuhren viele interessante Dinge. Fürst Friedrich v. Anhalt-Bernburg-Harzgerode gründete 1646 die Eisenhütte. Die Maschinenfabrik Carlswerk Mägdesprung entstand 1865 als Werkhalle für die Herstellung von Sondermaschinen. Der Komplex zählt zu den bedeutendsten historischen Industrieanlagen und Denkmalen erhaltener Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts. Die Maschinenausstattung im Erdgeschoss ist im Originalzustand erhalten. Ein Holzkran von 1890, mechanische Bearbeitungsmaschinen, Werkbänke und Spinde geben Einblick in die Arbeitskultur im Werk. Im Obergeschoss informiert eine Dauerausstellung über die Geschichte der Mägdesprunger Eisenhütte und der Maschinenfabrik Carlswerk.

Nach dieser interessanten Besichtigung führte uns unsere Wanderweg östlich der Selke über den Selkestieg, den Klippenweg und den Pionierweg Richtung ALEXISBAD. Unterwegs konnten wir die herrliche Aussicht auf das Selketal in herbstlichen Farben genießen und die eine oder andere Sehenswürdigkeit entlang des Weges entdecken, wie das Eisenkreuz an der Magdtrappe, die Köthener Hütte, den Pioniertunnel oder den Luisentempel.

 

 

In ALEXISBAD stärkten wir uns im Cafe FELSTERASSE bei Kaffee und leckeren, selbstgebackenen Kuchen. So gestärkt begaben wir uns auf den Rückweg. Diesmal westlich entlang der Selke und den Schienen der Selketalbahn.

Der einsetzende, leichte Regen konnte unsere positive Stimmung nicht trüben. Einen kleinen Fotostopp legten wir an den Selkefällen ein, wo es das eine oder andere interessante Fotomotiv gab. Die Fallhöhe des hier sehr schnell fließenden Wassers beträgt nur wenige Meter. Das Wasser fällt in Kaskaden über große Gesteinsbrocken, die nicht natürlichen Ursprungs sind, aber dennoch natürlich wirken.

 

Unser Weg führte uns zum „Drahtzug“ - er war kein eigenständiger Betrieb sondern eine Erweiterung der Eisenhütte zu Mägdesprung. Bis 1769 besaß die Hütte in Mägdesprung einen Hochofen, die Formerei, ein Frischfeuer, sowie einen Reckhammer. In diesem Jahr wurde eine Erweiterung mit dem Neuen Werk im späteren Ortsteil Drahtzug vorgenommen. Dieses neue Werk, begünstigt durch ausreichende Wasserkraft, erhielt eine Blankschmiede, eine Rohrschmiede, drei Frischhämmer und ein Schleifwerk. 1787 nahm im Neuen Werk eine Drahtzieherei den Betrieb auf. Und so bekam das " Neue Werk " den noch heute gültigen Namen " Drahtzug ". Es wurden 36 verschiedene Sorten Draht hergestellt und das Wasserrad hatte einen Durchmesser von ca. 4,5 Metern und war zugleich das Größte im Hüttenbereich Mägdesprung. 1842 wurde der Betrieb der Drahtzieherei eingestellt. Das heutige Wohngebäude und die Scheune wurden 1881 – 1882 errichtet. Von diesem Zeitpunkt bis 1993 war der Drahtzug Revier-Försterrei. 1994 wurde der Drahtzug von einem Hochwasser überflutet. Von 1993 bis zum Jahr 2000 stand der Drahtzug leer. 2000 verkaufte das Land den Drahtzug und der Wiederaufbau begann. 10 Jahre hat es gedauert, Wohnhaus und Scheune zu sanieren. Heute wird hier ein „Scheunen-Cafe“ betrieben. Der „Drahtzug“ ist ebenfalls eine Bedarfshaltestelle der Selketalbahn.

Die Selketalbahn ist der Ursprung der Harzer Schmalspurbahnen. Am 7. August 1887 wurde die Strecke Gernrode – Mägdesprung eröffnet. Somit ist sie die älteste Schmalspurbahn im Harz und eng mit der Industrialisierung und touristischen Erschließung des Selketals verbunden.

 

Nachdem wir unseren Weg fortsetzen, hatten wir das große Glück schon von Weitem das Schnaufen eines „Dampfrosses“ zu hören und so ergab sich noch ungeplantes Fotomotiv.

 

Nachdem wir MÄGDESPRUNG wieder erreicht hatten und bevor wir unsere Heimreise antraten, kehrten wir in der „Kutscherstube“ ein. Das Fachwerkhaus wurde Anfang des 18. Jahrhunderts als Hüttenschenke erbaut. Eine erste Erwähnung ist aus dem Jahr 1710 überliefert. In der Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte die Erweiterung durch ein Gasthaus. Ab 1867 wurde das Anwesen verpachtet. An der Südseite wurde dann später, aber noch im Laufe des 19. Jahrhunderts, ein dreigeschossiger Anbau angefügt. Der ebenfalls in Fachwerkbauweise errichtete Anbau wurde als Hotel genutzt. Er ist mit den für die Harzregion typischen Loggien versehen. Zur Gesamtanlage gehören auch ein Gartenlokal sowie eine Fahrzeugremise. Derzeit wird nur der nördliche Teil des Anwesens als Gaststätte unter dem Namen Kutscherstube betrieben. Der Hotelanbau steht leer und ist sanierungsbedürftig.

 

In einer sehr rustikalen Atmosphäre und bei sehr wohlschmeckender, gutbürgerlicher Küche ließen wir unseren „Wandertag im Selketal“ ausklingen und begaben uns anschließend auf dem Heimweg.

 

Fazit:

Wir verlebten einen sehr schönen und interessanten Tag im Selketal und werden auch in Zukunft die Harzregion in unseren Planungen berücksichtigen.

Auftaktwanderung Elbdamm in Aken am 06.01.2016

Foto: Sebastian - Die Wanderfreunde auf dem Elbdamm

Am 06.01.2016 trafen wir uns, um nach den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahres- wechsel das neue Jahr mit ein wenig Bewegung in der Natur zu beginnen.

Wir nutzten das schöne Winterwetter für eine Wanderung auf dem verschneiten Elb-damm bei Aken.

 

Nachdem wir eine ca. 5 km Runde absolviert hatten, kehrte wir leicht durchgefroren zur Stärkung im Gut Lorf ein. Hier wurden wir vom Personal herzlich empfangen und hervorragend bewirtet. Nach dem Verzehr von Speis und Trank sowie anregenden Gesprächen, auch über die Vorhaben 2016, traten wir unsere Heimreise an.

 

Allen hat es wieder einmal sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns auf die nächste Tour.