Fahrradtouren

CFC Germania 03 Köthen / Anhalt

Abt. Leichtathletik / Breitensport

Fahrradtouren  2020

Die Radwanderer werden im Frühjahr ihre Touren in einer gemeinsamen Beratung festlegen.


< Einzelheiten folgen >

Fahrradtouren in den Vorjahren

Ausschreibung 2. Fahrradtour am 24.10.2020

Da unsere letzte Radtour wieder sehr gut bei allen Teilnehmern angekommen ist, hat es sich unser Planer und Stratege Fred nicht nehmen lassen noch eine weitere Tour zu planen.  Seht selbst und meldet Euch an.

 
 
 
 
 

Bitte tragt für event. Rückfragen eure Telefonnummer mit ein, Danke.

Auswertung 1. Fahrradtour am 12.09.2020

Wer sich eine kleine Auszeit gönnen und frischen Wind um die Nase wehen lassen möchte, ist am Elberadweg gut aufgehoben. Die Bewegung auf dem Rad tut gut. Das Draußensein in der Natur sorgt dafür, dass der Alltagsstress schnell schwindet.

 

Diesem Motto folgend trafen sich Samstagmorgen 14 Tourteilnehmer, unter ihnen drei Tourneulinge. Nach der Begrüßung, der Einweisung in den Ablauf und der Einstimmung mit Max Rabe’s Lied „Fahrrad fahr’n“ erfolgte die Verlegung nach ALT TOCHHEIM. 

Dort angekommen begannen alle mit dem Abladen der Fahrräder, einschließlich der Vorbereitung des „Versorgungsgespanns“.

Nachdem Übersetzen ging es nach Nordwesten entlang der Elbe, auf dem gut zu fahrenden Elberadweg nach DORNBURG, am Nordrand des Biosphärenreservats “Mittlere Elbe”.

Nach ca. 6,5 km erreichten wir WALTERNIENBURG. Die Burg gab Anlass für einen ersten Halt und zum Zünden einer bereits zur Tradition gewordenen „Rakete“.

Die Walternienburg wurde als „nigenburg“ 973 erstmals urkundlich erwähnt. Der Bergfried (Mauerstärke ca. 3,5 m und Innenmaß 2 x 2 m), Teile der Ringmauer und das ehemalige Wall-System sind gut zu erkennen und ein lohnendes Fotomotiv. Heute enthält die Anlage eine Außenstelle des Standesamtes Zerbst.

Unsere erste Pause absolvierten wir bei Km 11,5. In der Nähe des Übergangs über den Lepsgraben erfolgte die erste Versorgung durch das „Versorgungsgespann“ – Getränke, Musik und kleine Snacks trugen zur Stärkung bei und wir hatten einen herrlichen Blick auf die Elbe und die jenseits gelegene Silhouette von BARBY.

Wir radelten weiter durch ein kühlendes Waldgebiet und über freie Flächen, um darauf im Dörfchen DORNBURG zu landen, dass eine kleine Besonderheit beherbergt: Das alte, verlassene Barockschloss östlich des Dorfkerns.

Nach ca. 17,5 km kehrten wir pünktlich 12.00 Uhr im Café Katharina ein. Ein leckeres Angebot an hausgemachten Kuchen und verschiedene Sorten Eis / Eisbecher wartete auf uns.

13.00 Uhr begannen wir unseren Rückweg entlang der Elbe in Richtung BARBY. Bei Km 26 querten wir die Elbe über eine ehemalige Eisenbahnbrücke.

Die Elbebrücke bei Barby ist eine 757 m lange Eisenbahnbrücke mit einem Steg für Fußgänger und Radfahrer. Das Bauwerk überspannt die Elbe bei Stromkilometer 294,1 und im Vorlandbereich die Nuthe kurz vor ihrer Mündung. Es wurde im Zuge der Bahnstrecke Berlin–Blankenheim, einem Streckenabschnitt der sogenannten Kanonenbahn, in den 1870er Jahren errichtet.

 

Die Nazis sprengten und beschädigten diese Brücke auf ihrem Rückzug und der Flucht vor den nahenden Amerikanern gegen Ende des 2. Weltkrieges, bevor sie 1948 wieder für den Zugverkehr freigegeben wurde.

1992 und 1993 kam es im Rahmen von Vorarbeiten für eine Streckenelektrifizierung zu Umbauten der Portalquerriegel der Überbauten der Flussbrücke. Am 4. August 2004 genehmigte das Eisenbahn-Bundesamt die Stilllegung der Eisenbahnstrecke Güterglück – Barby, der am 12. Dezember 2004 mit dem Fahrplanwechsel die dauernde Einstellung des Eisenbahnbetriebs auf der Brücke folgte.

Im Februar 2014 wurde bekannt, dass die Deutsche Bahn die Brücke an einen nicht genannten neuen Eigentümer verkauft habe. Im Kaufvertrag sei vereinbart, dass die Deutsche Bahn bis zum 15. April 2014 den „Rückbau der Gleisanlagen und der Elbbrücke“ beim Eisenbahnbundesamt beantragen werde.

Die Stadt protestierte und verwies auf den Denkmalschutzstatus der Brücke. Neuer Eigentümer ist die Sächsisches Institut für Regionalökonomie und Energiewirtschaft (SIRE) AG, die außerdem weitere Teile der Bahnstrecke Güterglück–Güsten gekauft und den südlichen Abschnitt bereits demontiert hat.

Für den Erhalt wurden rund 4.700 Unterschriften gesammelt und wieder ein Brückenfest veranstaltet.

Auf der Westseite der Elbe angekommen nutzten wir ein weiteres Mal unser „Versorgungsgespann“. Während der Pause kam es zu netten Gesprächen mit vorbeifahrenden Radlern bzw. einer „gassi fahrenden“ Bewohnerin. Nach der kleinen Stärkung ging es ostwärts an der idyllischen Altstadt des kleinen Städtchens BARBY vorbei. Die Stadt wurde erstmal im Jahre 961 unter dem Namen “Barbogi” urkundlich erwähnt, was laut Wikipedia im Althochdeutschen so viel wie “Ort an der waldlosen Flusskrümmung” bedeutete.

Die Stadtmauer hat im Mittelalter durch ihre dicken Mauern und tiefe mit Wasser gefüllte Gräben, die Stadt Barby vor dem Eindringen von Fremden geschützt. Heute ist sie eine bedeutsame Hochwasserschutzanlage.

Wir verlassen Barby, fuhren über Feld und Flur durch das Biosphärenreservat Mittelelbe in Richtung Elbfähre Barby.

Nach dem Übersetzen folgten wir der L 51 über RONNEY nach WALTERNIENBURG und den uns schon bekannten Elberadweg zur Elbfähre Breitenhagen.

 

Bei KM 37,5 erreichten wir wieder unsere Autos.

Aufgrund des geänderten Ablaufs mussten wir nach dem Übersetzen mit der Fähre die Räder verladen und verlegten über AKEN zu unserem eigentlichen Zielpunkt nach STECKBY zum Gasthaus „Zum Biber“.

Der eine oder andere Teilnehmer machte deutlich, dass die absolvierten Kilometer bereits spürbar waren und froh ist, dass die letzte Etappe per Auto absolviert wird.

 

Mit leichter Verspätung erreichten wir unser Tagesziel. Schön war auch, dass uns 3 weitere Interessenten empfingen, die leider nicht mitradeln konnten, aber es sich nicht nehmen ließen mit uns den Tourabschluss zu „besiegeln“. Bei Getränken und lecker Essen wurde die heutige Tagestour besprochen und nach einem geselligen Teil traten alle zufrieden die Heimfahrt an.

Fazit:

Die Auswertung ergab einstimmig, dass wir wieder einmal sehr gute Bedingungen hatten (das Wetter passte, Stimmung/Zusammenhalt waren toll, der Streckenverlauf war gut gewählt, interessante Sehenswürdigkeiten auf der Strecke, das Versorgungsgespann und –punkte kamen gut an, sich eine tolle Truppe gefunden hat), jeder mit jedem ins Gespräch kam, es allen – einschließlich unserer drei Erstteilnehmer – sehr viel Spaß gemacht hat und es unbedingt in diesem Jahr noch eine weitere Tour geben sollte.

 

Ein besonderer Dank gilt den Ideengebern, den Organisatoren und dem Führer des „Versorgungsgespanns“, der nicht nur für eine ansprechende Versorgung mit Getränken und musikalischer Begleitung gesorgt hat, sondern auch immer wieder die Möglichkeit schafft, zusätzliche Fahrräder zu transportieren.

 

Die Idee für eine weitere Tour ist schon „geboren“. Es geht jetzt an die Feinplanung und Terminfindung. Möglich wäre eine Tour entlang der Saale am 24. Oktober 2020.  Hoffen wir auf einen schönen Herbst, so dass diese Tour noch stattfinden kann.

 

Danke an alle Teilnehmer. Ihr wart eine super Truppe. Man sieht sich.

Der Planer & Stratege

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